Ostrale oder schwebende Stühle

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 <h1>Ostrale oder schwebende Stühle</h1> -

Den Raum erleben

Die Ostrale 08 hinterließ ihre Spuren nicht nur in und durch die Klasse 9b, die sich an einem Ausstellungsprojekt des Dresdner Künstlers Stefan Schröder (Gedankenarchiv) beteiligte. Auch die Klasse 10 b besuchte die Ostrale. Vor allem Installationen und Verpackungen fanden die Schüler so interessant, dass wir uns im Anschluss mit Christo u.a. beschäftigten  und beschlossen, die Baustelle Schule Marienallee zu verpacken. Es gelang uns sogar, Herrn Stahnke zu überzeugen, ein gewisses Wohlwollen zu entwickeln – vorausgesetzt, der Bau würde nicht beeinträchtigt.

 

 

Das weitgehend ausgearbeitete Projekt scheiterte schließlich an Unterbrechungen durch das große Praktikum, die Weihnachtsferien und dem anschließend bereits teilweise abgebauten Bauzaun, den wir eigentlich einwickeln wollten. Grenzen sichtbar machen.

 

 

Das Problem Raumerleben ließ uns trotzdem nicht los, wir sammelten Ideen, wie man gewohnten Raum anders erleben könnte – z.B. durch optische Störungen oder Stolpersteine, Irritationen. In den wenigen und von Ferien und Praktika unterbrochenen Wochenstunden arbeiteten wir immer wieder daran. Das Material verhielt sich manchmal nicht so wie geplant, wir entwickelten Improvisationsvermögen und räumten die inzwischen angewachsenen Berge von Bananenkisten und Klopapierrollen von einer Ecke in die andere. Als die Objekte fertig waren, mussten wir günstigere Jahreszeit und Wetter abwarten. Erst gegen Ende des Schuljahres fanden wir Zeit, das Ganze temporär zu installieren (Sonnabend früh 7 Uhr! Freiwillig!) Die roten Klassen-zimmermöbel und Würfel erregten allgemeine Aufmerksamkeit und lösten sehr unterschiedliche Reaktionen aus.

 

 

Vielleicht ist manchem aufgefallen, dass das Grün anders aussieht, wenn ein kleiner roter Fleck sich dazwischen drängt. Und was schwebt unter der Kuppel der Baumkronen? Ein Klassenzimmer, beflügelt von der Phantasie seiner Schöpfer?  Man kann die Sache kunsttheoretisch analysieren, aber es ist auch erlaubt, sie einfach wirken zu lassen und zu staunen.

 

  

 

Ein Tipp für alle, die sich ähnlichen Projekten widmen: Vorher prüfen, ob die Objekte noch durch die Tür passen.
Es war ziemlich spannend, den großen Würfel aus der 2. Etage durch´s Fenster ab zu seilen
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